GoWin EDA und GMD
Das Herzstück der FPGA-Entwicklung ist die GoWin EDA – eine grafische Entwicklungsumgebung, mit der VHDL-Designs synthetisiert, platziert, geroutet und schließlich auf das FPGA geladen werden. Dazu kommt der GoWin MCU Designer (GMD), der die Brücke zwischen FPGA und Mikrocontroller schlägt. Beide Tools kommen vom FPGA-Hersteller GoWin selbst und sind speziell auf ihre Hardware zugeschnitten.
GoWin EDA installieren
Zuerst geht man auf https://gowinsemi.com und legt dort ein Konto an bzw. meldet sich an. Im Menü unter Support → GOWIN EDA Home findet man nach etwas Scrollen den Download-Bereich.
Für das T-FPGA Board reicht die Education Version vollkommen aus – und sie hat einen angenehmen Vorteil: Man braucht keinen Lizenz-Key. Einfach herunterladen, installieren, loslegen.
GoWin MCU Designer (GMD) einrichten
Der GMD wird separat als ZIP-Archiv heruntergeladen. Nach dem Entpacken verschiebt man den GMD-Ordner in das GoWin-Installationsverzeichnis – typischerweise:
C:\Gowin\Gowin_V1.9.11.03_Education_x64
Anschließend legt man eine Verknüpfung auf GMD.exe an und platziert sie zum Beispiel auf dem Desktop. Beim ersten Start wird Windows eine Sicherheitswarnung anzeigen – das ist normal. Man überzeugt Windows davon, die Anwendung trotzdem zu starten, und danach läuft der GMD problemlos.
USB-Treiber und VirtualBox einrichten
Jetzt ist ein guter Moment, das T-FPGA Board über beide USB-Kabel an den Host-Rechner anzuschließen – also an den echten Computer, auf dem VirtualBox läuft, nicht an die virtuelle Maschine direkt.
In der VirtualBox-Anwendung öffnet man die USB-Einstellungen der virtuellen Maschine. Dort erscheint ein großes Feld für USB-Gerätefilter, und rechts daneben kleine Schaltflächen. Mit dem Button zum Hinzufügen von Filtern trägt man nun zwei Einträge ein: einen für GoWin und einen für Espressif. Damit werden diese beiden Schnittstellen künftig automatisch an die virtuelle Maschine weitergereicht.
Jetzt kommt ein wichtiger Zwischenschritt, den man leicht übersehen kann: Die virtuelle Maschine herunterfahren und die gerade angelegten Filter noch einmal bearbeiten – über den Edit-Button die Portangabe entfernen. Ohne diesen Schritt funktioniert die automatische Zuweisung nicht zuverlässig, weil das Board beim nächsten Anstecken möglicherweise an einem anderen Port landet.
Nach dem erneuten Start der virtuellen Maschine sind beide Schnittstellen automatisch eingebunden – egal an welchem USB-Port das Board hängt.
